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Die Regulierungswut mancher Behörden kennt keine Grenzen. Gerade wenn es ums Urheberrecht geht, treibt diese Wut die merkwürdigsten Blüten.
Frei verfügbare Gitarrentabs sollen jetzt auch illegal sein. Wenn ich mir also den Gitarrenpart eines Songs raushöre, daraus ein Tab erstelle und dies dann ins Internet stelle, verletze ich Urheberrechte. In den US von A wurden jetzt private Anbieter solcher Tabs und Songtexte abgemahnt, obwohl sie mit den Transkriptionen kein Geld verdienen.
Richtig so! Ich fordere weiterhin:
Die Abmahnung von Instrumentbesitzern (potentielle Urheberrechtsverletzer)
Das Verbot von Lautsprechern (potentielle Urheberrechtsverletzung durch Mithören von Musik, an der der Mithörende die Rechte nicht besitzt)
Einen Aufschlag auf Eintrittspreise für Diskotheken (1,99 € pro Song; kann wegfallen bei Nachweis des Besitzes von allen Musikstücken der abendlichen Playlist durch den Gast)
Denn es kann ja nicht sein, dass jemand mit Musik in Berührung kommt, ohne auch nur das geringste dafür zu zahlen.
heise online – Musikverleger gehen gegen frei zugängliche Noten und Songtexte vor
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So ein Schwachsinn. Meines Erachtens beißt sich die Musik-Industrie da selbst in’s Knie. Wem schadet es, wenn Songtexte in der weiten Welt verteilt werden und Hinz und Kunz damit in der Lage ist, die Lieder mitzusingen. Meist werden eh – und wurden auch schon immer – die Texte gleich auf den Platten/CD-Covers mit abgedruckt oder auf den Künstler-Homepages veröffentlicht. Werden die Noten verbreitet, gibt man doch nur interessierten Musikern bessere Möglichkeiten, Songs zu covern, wo letztlich wieder GEMA Gebühren in’s Portemonaie der Firmen und Künstler zurückfließt. Gleiches gilt für mich übrigens für Midifiles. Das einzige, was dabei berücksichtigt werden muss, es gibt kommerzielle Verlage, die Noten bzw. Midifiles vermarkten. Diese zu sharen, ist sicherlich ein rechtlicher Verstoß. Solange sich aber Privatleute ohne kommerzielles Interesse die Mühe machen, Noten oder Midifiles zu erstellen, bzw. Songtexte raushören und frei zur Verfügung stellen, sehe ich darin kein Problem. Etwa analog zu der Variante, das analoge Kopien von Musik nicht gegen einen etwaigen Kopierschutz verstößt.
Kommentar von dr_rollo August 23, 2006 @ 2:49Yeah, ich bin da ganz Deiner Meinung. Vielleicht hätte ich ein paar mehr
in den Artikel machen sollen
Ich war selbst sehr überrascht, als meine am häufigsten genutzte Tabs- Seite dicht gemacht hat mit einem Hinweis auf Abmahnungen.
Irgendwann bekommen wir einen Chip eingepflanzt, der für jeden Song den wir hören – sei es im Kaufhaus oder im Fahrstuhl – die Rechte überprüft und uns gegebenenfalls Geld abbucht, sollten wir die Rechte an dem Lied noch nicht haben. Kränk.
Kommentar von szegey August 24, 2006 @ 11:39